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Chronik 1950

Im Vorfeld der für Juni 1950 angekündigten DLG-Wanderausstellung waren die meisten Hersteller fieberhaft mit Fertigstellung und Erprobung ihrer Neuheiten beschäftigt. Dennoch war der Markt unaufhörlich in Bewegung

Nach wie vor genossen bei den meisten Herstellern Kapazitätserweiterungen zur Begegnung der explodierenden Nachfrage Priorität. So überstieg die monatliche Schlepperproduktion Westdeutschlands im Frühjahr 1950 die Marke von 3.000 Einheiten und lag damit doppelt so hoch wie im Vorjahr. Das wachsende Angebot und erste Erfahrungen mit der ­Motorisierung ließen aber auch die Ansprüche der Kunden steigen. Dem Kon­kurrenzvergleich ausgesetzt, sahen sich die Hersteller zu stetigen Verbesserungen und Erweiterungen ihrer Modellpaletten genötigt und wurden dabei oft von der Zulieferindustrie unterstützt.

Georg R. Wille gehörte einst zu jenen Herstellern, die ausrangierte Armee-Jeeps zu Behelfsschleppern umbauten. Derartige Improvisationen waren nun jedoch nicht mehr gefragt, sodass man 1950 die beiden „Diesel-Stiere“ 20 und 21 einführte, die von ein- bzw. zweizylindrigen Zweitakt-Dieselmotoren des Herstellers Hatz angetrieben wurden. Anstelle eines einfachen Blechschildes trat eine komplette, zur Wahrung guter Sichtverhältnisse relativ schmale Kühler- und Motorverkleidung. Größter Trumpf war nach wie vor der Allradantrieb (bemerkenswerterweise mit gefederter Vorderachse), wobei weiterhin Getriebe und Achsen ausrangierter Militärfahrzeuge verwendet wurden.

Interessante Schlepper: Fendt F 25 p, Normag NG 15 L und die GERWI-Diesel-Stiere

      
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